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23. Schnittstellenseminar

SPEZIELLE HERAUSFORDERUNGEN IN PFLEGEEINRICHTUNGEN

Referenten (zeigen/verstecken)
Bild: Katja Knoll

Katja Knoll

Leitende Oberärztin in der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und
Ästhetische Chirurgie / Zentrum für Wundmedizin im Vivantes
Klinikum am Friedrichshain
Kursleiterin für die zertifizierte
Wundexpertenausbildung (ICW)

1. Vortrag: „Chronische Wundversorgung in Pflegeeinrichtungen am
Beispiel des Dekubitus“

Bild: Marc Thanheiser

Marc Thanheiser

Diplom-Ingenieur Chemietechnik/Biotechnologie (FH)
Stellv. Leiter des Fachgebietes „Angewandte Infektions-und
Krankenhaushygiene“am Robert Koch-Institut Berlin

2. Vortrag: „Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und
Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten“

Bild: Katrin Petermann

Katrin Petermann

Diplom-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin
Referentin der Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH

3. Vortrag: „Suchtsensible Pflege“

„Chronische Wundversorgung in Pflegeeinrichtungen am Beispiel des Dekubitus“

Der Vortrag von Frau Knoll verdeutlichte neben der genauen Definition und Einteilung eingehend die Ursachen für die Entstehung eines Dekubitus sowie die Schwierigkeiten, einen Dekubitus immer anhand seiner visuellen Erscheinung genau einschätzen zu können (Stichwort: „die Spitze des Eisberges“). Anhand von zahlreichen Fallbeispielen wurden zuerst im Vortrag und später im Workshop spezifische Behandlungsstrategien mit den aktuell geeigneten Verbandsstoffen vorgestellt. Besonderes Augenmerk legte Frau Knoll auf die direkten und indirekten Auswirkungen eines Dekubitus für den Bewohner. Als „take-home-Message“ benannte Frau Knoll die zum Teil sehr gute Versorgung der Pflegeheimbewohner durch spezifische Wundexperten, betonte allerdings, dass diese die übrigen Mitarbeiter nicht von der Hautbeobachtung und schnellen Intervention befreien können.

„Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten“

Herr Thanheiser kategorisierte zunächst häufige Infektionen in stationären Pflegeeinrichtungen und erklärte die Funktionsweise und Eigenschaften von Bakterien, Viren und Pilzen. Hieraus ergeben sich unterschiedliche Ansätze und Strategien für den Umgang bei einer Infektion. Im Workshop haben die Teilnehmer in Gruppenarbeiten verschiedene Arten der Desinfektion näher thematisiert und anhand von Fallbeispielen den konkreten Umgang bei einer Infektion durch Grippeviren, Rotaviren und Skabies (Krätze) simuliert. Die zentrale Botschaft von Herrn Thanheiser ist, dass die effektivste und einfachste Infektionsprävention die strikte Einhaltung der Basishygiene ist. Mit konsequenter Händedesinfektion, regelmäßiger Flächendesinfektion und dem Tragen von Schutzkleidung können viele Infektionen bereits im Vorfeld vermieden werden.

„Suchtsensible Pflege“

Im Vortrag stellte Frau Petermann die unterschiedlichen Formen von Sucht und deren Häufigkeit nach Alter und Geschlecht vor. Zusammen mit den Teilnehmern wurden im anschließenden Workshop die Themen Sucht und Co-Abhängigkeit, Standards in Einrichtungen, Erkennen von problematischem Konsum und Möglichkeiten der Intervention diskutiert. Der Fokus lag auf Bewohnern von stationären Pflegeeinrichtungen, wenngleich auch Sucht bei Beschäftigten in der Pflege immer wieder thematisiert wurde.

Für weitere Informationen und zur Unterstützung mittels Mitarbeiterschulungen, steht die Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH allen Pflegeeinrichtungen offen.

     

 

ERFAHRUNGSBERICHTE

Einrichtungen, Ärzte und Bewohner teilen ihre Erfahrungen, um Einblicke in das Berliner Projekt zu geben.

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VERANSTALTUNGEN

Kommende Veranstaltung:

23. Schnittstellenseminar am 27.11.2019 zum Thema: „Spezielle Herausforderungen in Pflegeeinrichtungen“

Zur Qualitätssicherung und zur Unterstützung der am

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